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Wanderung Übungsplatz 2023

Liebe Gemeinde,

die Wanderung über den Truppenübungsplatz findet am Samstag, 13. Mai 2023 statt. Treffpunkt ist um 7.30 Uhr, wahrscheinlich Edinger´s Mühle.

Wir bitten um telefonische Anmeldung vormittags im Pfarrbüro Baumholder von 8 Uhr bis 12 Uhr, Tel. 06783/2148.

Die Bundeswehr Baumholder hat wieder die TN auf 50 Personen begrenzt, deshalb bitten wir um zeitnahe Anmeldung.

Ihre Ev. Kirchengemeinde Westrich-Nahe

Übergang der Kirchengemeinde Westrich-Nahe

An den neuen Namen müssen Sie sich wahrscheinlich genauso gewöhnen wie ich. Ab dem 01.01.2023 Punkt Mitternacht, gehören Sie zur Evangelischen Kirchengemeinde Westrich-Nahe. Dieses „Punkt Mitternacht“ ist der rechtliche Zeitpunkt. In Wirklichkeit ist es ein Prozess der letzten Jahre. Der Übergang wird von uns gelebt werden müssen. Wir feiern die neue Gemeinde mit einem zentralen Gottesdienst am Sonntag, den 29. Januar um 14 Uhr in Baumholder, dem offiziellen „Dienstsitz“ der Gemeinde. Wir freuen uns, wenn Sie mitfeiern. Anschließend ist ein kleiner Empfang vorgesehen. Bis dahin liegen hoffentlich auch Bewerbungen für die zweite Pfarrstelle vor (ehemals Berschweiler). Alle notwendigen Schritte für die Ausschreibung sind auf den Weg gebracht. Ohne die Vereinigung hätte die Stelle nicht wieder ausgeschrieben werden können. Mindestens bis zum Jahreswechsel unterstützt Pfarrer Christoph Engels uns mit seinem PDÜ (Pastoraler Dienst im Übergang). Dieser Dienst ist auf maximal 12 Monate angelegt. Ausnahmsweise wurde er auf 15 Monate bis zum Jahresende verlängert. Der Plan ist, dass Pfarrer Engels ab 01.01.2023 seinen Dienst mit einem Teil in der Gemeinde Pfeffelbach/Burg Lichtenberg/Wolfersweiler versieht mit 50 %. Die andere Hälfte soll er weiterhin in unserer Gemeinde tätig sein. Das wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.

Eine Evangelische Kirchengemeinde wird durch ein Presbyterium geleitet, das von den Gemeindegliedern gewählt wird. Wenn ein Presbyterium nicht gewählt ist, wird die Gemeinde durch einen sogenannten Bevollmächtigtenausschuss geführt. Dieser wird vom Kreissynodalvorstand eingesetzt. In unserm Fall haben die drei Presybterien zusammen vorgeschlagen, wer dem neuen Bevollmächtigtenausschuss angehören soll Es sind: Pfarrer Burkard Zill (geborenes Mitglied), Ute Christmann, Carsten Gräßer, Sabine Knieling, Christina Maurer, Maria Maurer, Nadine Reusch, Eckhard Theobald (alle Baumholder), Nina Werner-Heu (Ruschberg), Roy Kiruparajah (Jugendpresbyter, Freisen), Heidi Müller (Berschweiler), Hans-Werner Pfannmüller (Berschweiler), Hella Rausch (Berglangenbach), Sonja Schäfer (Berschweiler), Brigitte Bach (Hammerstein), Annette Mayer (Reichenbach), Antje Porger-Jung (Mitarbeiterin, Frauenberg), Svenja Wagner (Jugendpresbyterin und Mitarbeiterin, Hammerstein) Im Februar 2024 wird dann turnusgemäß ein neues Presbyterium gewählt. Einige langjährigen Presbyterinnen und Presbyter werden dem Bevollmächtigtenausschuss auf eigenen Wunsch nicht mehr angehören: Sabine Bickler (seit 1992, Mitarbeiterin, Baumholder), Rita Gosert (seit 2012, Ruschberg), Brigitte Maurer (seit 1990, Baumholder), Traude Schinkel (seit 1992, Baumholder) Jürgen Dringelstein (Reichenbach), Renate Korb (seit 1996, Hammerstein), Heidi Lawrenz (seit 2008, Reichenbach), Hilde Lauer (seit 2007, Frauenberg), Christel Röhrig (seit 2004, Frauenberg), Christine Schmidt (seit 2016, Hammerstein).

Wir sind dankbar für ihr Engagement und wollen sie im Gottesdienst am 29.01.2023 verabschieden.

Zum Nachdenken

Liebe Gemeinde,

können Sie sich auch noch an die Jahrtausendwende erinnern? Das ist inzwischen 23 Jahre her. Was hat sich alles in dieser Zeit verändert – gerade in den letzten Jahren. Statt Zuversicht herrscht mehr und mehr Krisenstimmung. Ich frage mich: Was haben unsere Vorfahren gemacht? Große Veränderungen, Umbrüche, Krankheiten, Kriege – das alles ist ja nicht neu. Wie haben sie Mut und Zuversicht und Hoffnung bekommen?

Zeilen aus dem 2. Timotheus Brief 1, 7 fallen mir ein: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Menschen haben Furcht – keine Frage. Angst ist Teil unseres Lebens. Es ist gut sich das einzugestehen und auch zuzugestehen. Unsere Vorfahren haben gewusst, dass man die Angst anschauen kann. Dass man sie vielleicht auch mit Namen benennen kann. Dann verliert sie ihre Macht über uns. Sie ist da, aber sie beherrscht uns nicht. Das ist die Kraft, von der hier die Rede ist.

Dass auf die Liebe verwiesen wird, wundert mich nicht. Gegen den Wahn, die Gier, das Machtstreben, den Egoismus weiß die Liebe, dass wir mit anderen Menschen, mit allen Wesen verbunden sind. Uns verbindet mehr als uns trennt. Die Liebe verändert die Welt. Sie verändert mich. Sie ist eine Kraft, die zeigt, wie die Welt ist.

Am meisten erstaunt mich das Wort „Besonnenheit“. Ich denke zunächst an „Sonne“, Wärme, Licht. Aber in dem Wort steckt ehrlicherweise nicht „Sonne“, sondern „Besinnen“, „Sinn“. Sinn kommt vom indoeuropäischen Wort „sinu“ und heißt wörtlich: Unterwegs sein, eine Richtung einschlagen, eine Reise tun. Es stellt sich die Frage, worauf besinnen wir uns? Mir kommt es oft vor, als ob wir wie von Sinnen sind. Schaffen wir es vor lauter Bequemlichkeit die Richtung zu verändern? Und welche Richtung wollen wir einschlagen? Was soll zählen in unserer Mitte? Gier, Bequemlichkeit, Festhalten – oder Menschlichkeit, Achtung, Zuneigung, Bereitschaft, wenn nötig, zum Neuanfang.

Unsere Welt, wir selbst, haben ihn dringend nötig: Den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Jahr 2023!

Burkard Zill, Pfarrer

 

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