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Übergang der Kirchengemeinde Westrich-Nahe

An den neuen Namen müssen Sie sich wahrscheinlich genauso gewöhnen wie ich. Ab dem 01.01.2023 Punkt Mitternacht, gehören Sie zur Evangelischen Kirchengemeinde Westrich-Nahe. Dieses „Punkt Mitternacht“ ist der rechtliche Zeitpunkt. In Wirklichkeit ist es ein Prozess der letzten Jahre. Der Übergang wird von uns gelebt werden müssen. Wir feiern die neue Gemeinde mit einem zentralen Gottesdienst am Sonntag, den 29. Januar um 14 Uhr in Baumholder, dem offiziellen „Dienstsitz“ der Gemeinde. Wir freuen uns, wenn Sie mitfeiern. Anschließend ist ein kleiner Empfang vorgesehen. Bis dahin liegen hoffentlich auch Bewerbungen für die zweite Pfarrstelle vor (ehemals Berschweiler). Alle notwendigen Schritte für die Ausschreibung sind auf den Weg gebracht. Ohne die Vereinigung hätte die Stelle nicht wieder ausgeschrieben werden können. Mindestens bis zum Jahreswechsel unterstützt Pfarrer Christoph Engels uns mit seinem PDÜ (Pastoraler Dienst im Übergang). Dieser Dienst ist auf maximal 12 Monate angelegt. Ausnahmsweise wurde er auf 15 Monate bis zum Jahresende verlängert. Der Plan ist, dass Pfarrer Engels ab 01.01.2023 seinen Dienst mit einem Teil in der Gemeinde Pfeffelbach/Burg Lichtenberg/Wolfersweiler versieht mit 50 %. Die andere Hälfte soll er weiterhin in unserer Gemeinde tätig sein. Das wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.

Eine Evangelische Kirchengemeinde wird durch ein Presbyterium geleitet, das von den Gemeindegliedern gewählt wird. Wenn ein Presbyterium nicht gewählt ist, wird die Gemeinde durch einen sogenannten Bevollmächtigtenausschuss geführt. Dieser wird vom Kreissynodalvorstand eingesetzt. In unserm Fall haben die drei Presybterien zusammen vorgeschlagen, wer dem neuen Bevollmächtigtenausschuss angehören soll Es sind: Pfarrer Burkard Zill (geborenes Mitglied), Ute Christmann, Carsten Gräßer, Sabine Knieling, Christina Maurer, Maria Maurer, Nadine Reusch, Eckhard Theobald (alle Baumholder), Nina Werner-Heu (Ruschberg), Roy Kiruparajah (Jugendpresbyter, Freisen), Heidi Müller (Berschweiler), Hans-Werner Pfannmüller (Berschweiler), Hella Rausch (Berglangenbach), Sonja Schäfer (Berschweiler), Brigitte Bach (Hammerstein), Annette Mayer (Reichenbach), Antje Porger-Jung (Mitarbeiterin, Frauenberg), Svenja Wagner (Jugendpresbyterin und Mitarbeiterin, Hammerstein) Im Februar 2024 wird dann turnusgemäß ein neues Presbyterium gewählt. Einige langjährigen Presbyterinnen und Presbyter werden dem Bevollmächtigtenausschuss auf eigenen Wunsch nicht mehr angehören: Sabine Bickler (seit 1992, Mitarbeiterin, Baumholder), Rita Gosert (seit 2012, Ruschberg), Brigitte Maurer (seit 1990, Baumholder), Traude Schinkel (seit 1992, Baumholder) Jürgen Dringelstein (Reichenbach), Renate Korb (seit 1996, Hammerstein), Heidi Lawrenz (seit 2008, Reichenbach), Hilde Lauer (seit 2007, Frauenberg), Christel Röhrig (seit 2004, Frauenberg), Christine Schmidt (seit 2016, Hammerstein).

Wir sind dankbar für ihr Engagement und wollen sie im Gottesdienst am 29.01.2023 verabschieden.

Zum Nachdenken

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Gemeindeglieder,

Du bist ein Gott, der mich sieht“ (Gen 16,13) – Jahreslosung 2023
Du bist ein Gott, der mich sieht.
Du siehst mich, wenn ich aus der Schule komme. Ranzen in die Ecke, kurze Umarmung von Mama, ab ins Zimmer. Schuldbewusst an den Schreibtisch, die fünf in Mathe brennt sich in meine Gedanken. Wieder eine fünf, wieder enttäuscht. Mama hat mich lieb, das weiß ich, aber doch wird sie auch traurig sein. Enttäuscht. Dass es wieder nicht gereicht hat. Du bist ein Gott, der mich sieht. Du siehst mich, wenn der Stress mich einholt. Die Arbeit, der Haushalt. Ich streite mich nur noch mit meinem Partner. Warum? Das weiß ich gar nicht so genau. Manchmal habe ich dabei auch bestimmt unrecht. Aber es ist alles so viel. 40h Woche. Putzen, kochen, einkaufen. Und dann immer aufs Geld schauen. Die Preise. Ich kann nicht mehr. Du bist ein Gott, der mich sieht. Du siehst mich, wenn ich vor Freude die Welt umarmen könnte. Es läuft einfach! Ich bin Opa geworden, zum ersten Mal. Nicht die große Verantwortung für ein kleines Leben, aber doch die große Freude darüber. Und wenn ich dann bald in Rente gehe, dann kann ich mit dem Kleinen die Welt entdecken, kann verwöhnen und muss nicht erziehen. Das Leben ist so schön!
Du bist ein Gott, der mich sieht. Du siehst mich, wenn ich voller Trauer auf dem Friedhof stehe. Erde zu Erde. 60 Jahre war da jemand an meiner Seite und jetzt bin ich allein. Asche zu Asche. Wie soll ich jetzt weiter machen, weiter leben ohne dich? In dem großen Haus mit all den Erinnerungen? Staub zu Staub. Ich werde dich so vermissen. Du bist ein Gott, der mich sieht. Du siehst mich in Sorge und Überforderung, in Freude und Trauer. Du siehst mich, wenn alles gut geht und es holprig wird. Du siehst meine Not und du siehst mein Gelingen. Du siehst mich so wie ich bin. Ganz einfach und doch nicht selbstverständlich. Und obwohl (oder sogar weil) du mich so siehst wie ich bin, darf ich mit all dem zu dir kommen. Und wenn ich dann vor dir stehe, gehen deine Augen nicht woanders hin. Stattdessen siehst du mich fest an. Nimmst mich so wie ich bin und stößt mich niemals weg. Du bist ein Gott, der mich sieht.

Dorothea Schwarz
Vikarin

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